Patientenaktion „WarteZeit zu Handeln!“ und Beihilfesätze

– alle bereits ausgefüllte Postkarten bitte ab jetzt gesammelt an den Verband Physikalische Therapie e. V., Hofweg 15, 22085 Hamburg, zurückschicken!
 
Seit Ende August 2018 läuft unsere Patientenaktion „WarteZeit zu Handeln!“. Gemeinsam mit PHYSIO DEUTSCHLAND und unseren Praxen weisen wir mit Postkarten auf Störungen zu Beginn von physiotherapeutischen Behandlungsserien hin. Unsere Ziele sind ein möglichst schneller Therapiebeginn und weniger Bürokratie für Patienten und Therapeuten!
Beihilfesätze
Die Bundesbeihilfesätze wurden im August 2018 angehoben und eine weitere Erhöhung erfolgt zum 1.01.2019. Die Bundesbeihilfesätze werden  nicht automatisch auf Landesebene übernommen. Für das Bundesland Niedersachsen wurden die Sätze nach der Bundesbeihilfe ab 1.08.2018 anerkannt.
Von  der zuständigen Stelle in Bremen bekamen wir die Nachricht, dass die Anpassung des Heilmittelverzeichnisses an die angehobenen Höchstbeträge in Bremen zum 01. Dezember 2018 erfolgte und dem Verzeichnis des Bundes entspricht.
Gemäß § 80 Bundesbeamtengesetz erhalten Beamtinnen und Beamte in Krankheitsfällen von ihren Dienstherren Beihilfen. Das Leistungsverzeichnis enthält alle als beihilfefähig anerkannten physikalisch-therapeutischen Leistungen mit ihren beihilfefähigen Höchstbeträgen, die bei der Bemessung der Beihilfe zugrunde gelegt bzw. höchstens anerkannt werden.
Die beihilfefähigen Höchstbeträge für den auf Verordnung des Arztes tätig werdenden Physiotherapeuten oder Masseur und med. Bademeister oder sind fürdie behandelnde Praxis nicht verbindlich.
Sie haben eine verbindliche Rechtswirkung im Verhältnis der Beihilfefestsetzungsstellen zu den Beihilfeberechtigten. Die therapeutische Praxis ist an die Preise allerdings nicht gebunden. Das Leistungsverzeichnis stellt keine Vereinbarung zwischen dem Bundesminister des Inneren und den
Berufsverbänden dar.
Der VPT empfiehlt in jedem Fall vor der Behandlung den Abschluss einer schriftlichen Honorarvereinbarung mit dem Patienten. Im besten Fall wird
diese dazu in einen gültigen Behandlungsvertrag eingebettet, dessen Abschluss der VPT bei jedem Patienten ebenso dringend empfiehlt. Die
Beihilfeberechtigten sollten auch darauf hingewiesen werden, dass sie unter Umständen nicht den vollen Behandlungspreis von der Beihilfestelle erstattet bekommen.
Sofern keine schriftliche Honorarvereinbarung getroffen wird, gilt im Zweifel die Regelung des § 612 Abs. 2 BGB. Danach kann für privat in
Rechnung zu stellende Behandlungen der sogenannte „übliche“ Preis angesetzt werden. Wie dieser zu ermitteln ist, bleibt rechtlich umstritten. Er stellt
jedoch im Regelfall einen regionalen Durchschnittspreis dar. Da dieser Betrag jedoch nirgends fixiert ist, bestehen für die behandelnde Praxis immer Unsicherheiten, wenn auf die schriftliche Honorarvereinbarung verzichtet wird.
Privatpatienten: Unser Verbandsjurist hat den Honorarvertrag für die Abrechnung mit Privatpatienten überarbeitet. Er ersetzt die bisherigen noch
von Dr. Boxberg erarbeiteten Dokumente und enthält zusätzlich ein Infoblatt.
Die Bundesbeihilfesätze, den Behandlervertrag und den Honorarvertrag können unsere Mitglieder in der Geschäftsstelle VPT Weser-Ems anfordern.