Sie. Wir. Zusammen. #GemeinsamGegenCorona / Hans Ortmann Bundesvorsitzender

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Unübersehbar befinden wir uns derzeit mit allen Branchen – nicht nur beschränkt auf die Physiotherapie – in einer völligen Ausnahmesituation.

Wie die Bundeskanzlerin ganz richtig feststellte „die schlimmste Krise seit dem zweiten Weltkrieg“.

Die bundesweit geltende Ausgangsbeschränkung dient dem Schutz vor Infektion mit dem Corona-Virus, und dem besonderen Schutz älterer Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen.

Die Reduktion der Patientenkontakte in den HM-Praxen hat das gleiche Ziel. Hierbei ist es nur folgerichtig, die Behandlungen auf die besonders bedürftigen Patienten zu begrenzen.

Unklare Aussagen sorgten für Ärger: Mit Massagesalons sind Wellness-, Sauna-, Fitness- etc. Einrichtungen gemeint, die sich von unseren medizinischen Praxen deutlich unterscheiden. Dort wird nicht auf ärztliche VO, und zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen behandelt. Unsere Patienten wissen sicher den Unterschied!

In allen Bundesländern sind die PT-Praxen ausdrücklich von der Politik als versorgungsrelevant neben den Arztpraxen genannt. Es reicht also jede ärztliche HM-Verordnung aus, einer weiteren Begründung bedarf es nicht. Wenn Praxen pandemiebedingt die Öffnungszeiten reduzieren, so hat dies keine Auswirkungen auf deren Zulassung.

Auch Ärzte haben in ihren Praxen massiv umorganisiert, Kliniken setzen ihre OP-Pläne aus und rüsten um auf Not- und Intensivbetten. Reha-Einrichtungen werden ebenfalls zu Noteinrichtungen umfunktioniert.

Die bereitgestellte Notfallhilfe wurde bereits aufgestockt, der GKV-Spitzenverband hat bekanntgegeben, dass es zinsfreie Stundungen der Sozialabgaben für in Not geratene Betriebe gibt, und weitere Sonderregelungen für die HM-Praxen wurden bis Anfang nächster Woche angekündigt. Bis Ende dieser Woche ist von der Politik ein weiteres Eilgesetz angekündigt, auch hier sind weitere Schritte und kontinuierliche Nachbesserungen bereits angekündigt. Ich zähle jetzt nicht alle Hilfsmöglichkeiten auf, die finden Sie auf unserer VPT-Homepage, welche fortlaufend aktualisiert wird (sobald es Konkretisierungen und Neuerungen gibt).

Mit dem SHV haben wir die Politik aufgefordert, die HM-Erbringer in den Rettungsschirm wie die Krankenhäuser und Ärzte aufzunehmen. Darin beinhaltet ist auch die Forderung zur Bereitstellung von Schutzkleidung. Darüber hinaus fordern wir von der Gesetzlichen Krankenversicherung Ausgleichszahlungen zur Soforthilfe, die Praxen haben bis zu 90% Umsatzeinbrüche.

Wir haben Vorlagen zur allgemeinen Info für die Lokalpresse, sowie die Mediengesellschaften (Rundfunk und Fernsehen) erarbeitet und in allen Bundesländern über die einzelnen HM-Bereiche verteilt (PT, Ergo, Podologie).

Natürlich bleiben wir im VPT und im SHV weiter täglich in allen Bundesländern, Landtagen, Landesministerien, Bundestag und Bundesgesundheitsministerium, dem GKV-Spitzenverband und vielen weiteren Entscheidern in fortlaufendem Austausch, um die Herausforderungen zu meistern. 7 Tage die Woche!

Wir lassen unsere Kollegenschaft nicht allein. Unsere 13 Landes-Geschäftsstellen des VPT und die Bundesgeschäftsstelle sind derzeit außergewöhnlich gefordert, um unsere Mitglieder zu informieren und alle benötigten Informationen zur Verfügung zu stellen. Dafür bedanke ich mich hiermit ganz besonders bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie allen ehrenamtlichen Funktionären des VPT. Mir ist bewusst, Sie müssen sich einiges anhören…

Hoffen wir, dass sich die Lage zeitnah wieder entspannt. Ausstiegsstrategien zum schrittweisen Abbau der derzeit geltenden Restriktionen werden bereits beraten. Sobald die Sicherheit dies zulassen wird, werden diese Ausstiegsstrategien in Kraft gesetzt werden. Es wird auch wieder eine Zeit nach Corona geben.

Wir müssen derzeit alle unseren Beitrag leisten. Bleiben Sie gesund dabei.

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

Hans Ortmann

Landes- und Bundesvorsitzender