Neue Verordnungsvordrucke für die Heilmittelversorgung zum 01.Januar 2017

Zum 1. Januar 2017 wird es neue Verordnungsvordrucke für die Heilmittelversorgung (Muster 13, 14 und 18) geben. Mit Verordnungsdatum 01.01.2017 gelten dann ausschließlich die neuen Verordnungsvordrucke. Alte Vordrucke dürfen nicht aufgebraucht werden! Update: Die AOK  und Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) akzeptiert auch im neuen Jahr die alten Verordnungsmuster, sofern > bitte weiterlesen

Update :
Zwischenzeitlich erreichte uns folgende Information des AOK-Bundesverbandes: Demnach wird die AOK die alten Verordnungsmuster 13,14 und 18 auch im neuen Jahr akzeptieren, sofern sie ansonsten den Anforderungen der Heilmittel-Richtlinie entsprechen. Diese sehen unter anderem die Angabe einer konkreten Diagnose vor. Hierfür können entweder ein oder mehrere ICD-10-GM-Codes genutzt werden; die schriftliche Angabe bleibt ebenfalls möglich.

Von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) erhielten wir ebenfalls die Information, dass die LKK die „alten“ Verordnungsvordrucke auch 2017 weiter akzeptieren wird, wenn ansonsten alle notwendigen Angaben gem. HeilM-RL vom Arzt aufgetragen wurden.

Die neuen Verordnungsvordrucke enthalten ein zweites Feld für den ICD-10 Code. Grund für diese Änderung ist die Neufassung der Diagnoseliste der bundeseinheitlichen Praxisbesonderheiten für Heilmittel, die ab 1. Januar 2017 „besondere Versorgungsbedarfe“ heißen (Homepagemeldung von Feb. 2016)

Meldung von Feb. 2016
Aktualisierte Rahmenvorgaben für Wirtschaftlichkeitsprüfungen nach § 106 b Abs. 2SGB V

Durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) wurden die KBV und der GKV-Spitzenverband beauftragt, die Rahmenvorgaben nach § 106 b Abs. 2 SGB V für die Wirtschaftlichkeitsprüfung ärztlich verordneter Leistungen neu zu fassen, um der Regionalisierung der Wirtschaftlichkeitsprüfungen zum 1. Dezember 2017 nachzukommen.

Die aktualisierten Rahmenvorgaben (Stand: 30.11.2015) sowie den Anhang 1 zur Anlage 2, welcher die bundesweiten besonderen Verordnungsbedarfe für die Verordnung von Heilmitteln festlegt, die bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung von Ärzten anzuerkennen sind, finden Sie im geschützten Mitgliederbereich auf www.vpt.de, Rubrik Downloads. Die besonderen Verordnungsbedarfe hießen früher „Praxisbesonderheiten“; diese Bezeichnung wurde mit der Überarbeitung in „besondere Versorgungsbedarfe“ umbenannt.

Im nächsten Schritt werden die regionalen Vertragspartner die Rahmenvorgaben aufgreifen und Vereinbarungen zu Wirtschaftlichkeitsprüfungen und besonderen Verordnungsbedarfen im jeweiligen Landesbereich verhandeln.

Diese Liste der „besonderen Versorgungsbedarfe“ (PDF Download) sieht teilweise einen zweiten ICD-10 Code vor.  Der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben die Vordruckvereinbarung und die Vereinbarung zum Blankoformularbedruckverfahren entsprechend angepasst.

Zugehörige Dateien:
40. Änderung der Vereinbarung über Vordrucke für die vertragsärztliche Versorgung    (PDF Download)

5. Änderung der Vereinbarung über den Einsatz des Blanko-formularbedruckungsverfahrens zur Herstellung und Bedruckung von Vordrucken für die vertragsärztliche Versorgung vom 1. Oktober 2014 (PDF Download)