Inkrafttreten des Entlassmanagements zum 01.Okt. 2017

Wir berichteten bereits, dass zum 1. Oktober 2017 das neue Entlassmanagement nach stationärem Aufenthalt in Kraft treten wird.

Dieses hat zum Ziel, eine lückenlose und zeitnahe Anschlussversorgung der Patienten zu gewährleisten. Zur Überbrückung der Zeit zwischen Krankenhausbehandlung und Weiterbehandlung durch einen ambulanten Haus- oder Facharzt können Krankenhausärzte künftig die in § 92 Abs. 1 S. 2 Nr. 6 SGB V genannten Leistungen wie Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie für einen begrenzten Zeitraum verordnen und auch die Arbeitsunfähigkeit (AU) feststellen. Die Verordnung von Heilmitteln i. R. des Entlassmanagements ist in § 16a Heilmittel-Richtlinie geregelt. Die Regelungen der Heilmittel-Richtlinie und des Heilmittelkatalogs sind grundsätzlich zu beachten.

Unmittelbar nach der Entlassung aus dem Krankenhaus kann der Krankenhausarzt wie ein Vertragsarzt Heilmittel nach Maßgabe des Heilmittelkatalogs für einen Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen nach der Entlassung verordnen.
Die Verordnungsmenge ist abhängig von der Behandlungsfrequenz so zu bemessen, dass der erforderliche Versorgungszeitraum von maximal 7 Kalendertagen nicht überschritten wird.
Die Heilmittelbehandlung muss innerhalb von sieben Kalendertagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus aufgenommen werden und innerhalb von zwölf Kalendertagen nach Entlassung abgeschlossen sein. Die nicht innerhalb von zwölf Kalendertagen in Anspruch genommenen Behandlungseinheiten verfallen.
Wird die Heilmittelbehandlung nicht innerhalb von sieben Kalendertagen nach Entlassung begonnen, verliert die Verordnung ihre Gültigkeit.
Die Verordnungen des Krankenhausarztes bleiben für den weiterbehandelnden Vertragsarzt bei der Betrachtung eines Regelfalls sowie bei der Bemessung der Verordnungsmengen (Einheiten pro Verordnung, Gesamtverordnungsmenge) unberücksichtigt.
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