Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte – Doppelbehandlung nur bei CD2, ZNSZ und SCZ

die KZBV und der GKV-Spitzenverband hatten sich im August auf eine gemeinsame Sprachregelung zur Doppelbehandlung bei zahnärztlichen Heilmittelverordnungen verständigt und die Mitgliedskassen und die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen mit entsprechenden Rundschreiben informiert. Leider wurde versäumt, uns auch diese Information  zur Verfügung zu stellen, wofür sich der GKV-Spitzenverband entschuldigt.

Grundsätzlich sollen Heilmittel je Behandlungstag maximal nur einmal verordnet bzw. abgegeben werden. Unter Doppelbehandlung ist die

Durchführung der Behandlung mit einer doppelten Therapiezeit zu verstehen, d. h. es werden zwei Sitzungen in einem Termin durchgeführt.
Der Zahnarzt kann eine Doppelbehandlung nur in seltenen zahnmedizinisch begründeten
Ausnahmefällen verordnen. Aus Sicht von KZBV und GKV-Spitzenverband können sich
derartige Fallgestaltungen im zahnärztlichen Bereich hauptsächlich bei Vorliegen der Diagnosegruppen CD2, ZNSZ und SCZ ergeben. Die vom Zahnarzt im Feld „Verordnungsmenge“ angegebene Anzahl gilt als Höchstmenge. Soweit der Zahnarzt die Abgabe in Form einer Doppelbehandlung wünscht, kann er dies im Feld “Diagnose mit Leitsymptomatik, ggf. wesentliche Befunde, ggf. Spezifizierung der Therapieziele“ mittels Freitextangabe deutlich machen (z. B. KG als Doppelbehandlung). Sind im Feld „Verordnungsmenge“ zehn Einheiten angegeben, können fünf Doppelbehandlungen durchgeführt werden. Durch die Verordnung von Doppelbehandlungen
erhöht sich die im Katalog genannte diagnosebezogene „Verordnungsmenge im
Regelfall“ nicht.