Die Heilmittelrichtlinie Zahnärzte ist planmäßig zum 01.07.2017 in Kraft getreten

Die bis zum 30.06.17 verordneten Therapien können noch über den Stichtag 01.07.2017 durchgeführt werden. Alle ab dem 01.07.2017 ausgestellten zahnärztlichen Verordnungen müssen dann den Vorgaben der dann geltenden HeilM-RL Zahnärzte entsprechen und auf dem neu vereinbarten Verordnungsvordruck erfolgen.

Der GKV-SV räumt eine Übergangsfrist für alte VO-Vordrucke (Muster 16) bis zum 30.09.2017 ein, soweit diese dann den übrigen Vorgaben der HeilM-RL Zahnärzte entsprechen (insbesondere Angabe einer aufgeführten zahnärztlichen Indikation und Diagnose sowie die Einhaltung der zulässigen Verordnungsmenge). Formlose VO sind ab dem 01.07.2017 nicht mehr gültig. Analog zur vertragsärztlichen Heilmittelverordnung sieht der neue zahnärztliche Vordruck zwei  Felder zur Angabe eines ICD-10 Codes vor. Diese werden gemäß Vordruckvereinbarung derzeit noch nicht von den Vertragszahnärzten ausgefüllt, da über die Anwendung der ICD-Klassifikation im zahnärztlichen Bereich noch grundlegend entschieden werden muss.

Genehmigung  Zahnarztverordnungen außerhalb des Regelfalls
Die zum 1. Juli 2017 in Kraft tretende Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte nach § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 und Abs. 6 i. V. m. § 138 SGB V sieht in § 7 Abs. 4 die Genehmigungen von Verordnungen außerhalb des Regelfalls durch die zuständige Krankenkasse vor Fortsetzung der Therapie vor, es sei denn, die Krankenkasse verzichtet auf das Genehmigungsverfahren.
Auf die Genehmigung für kassenzahnärztliche Verordnungen außerhalb des Regelfalls gemäß § 7 Abs. 4 HeilM-RL Zahnärzte verzichten bis auf Widerruf folgende Krankenkassen:
VDEK, LKK , AOK Niedersachsen, Knappschaft, AOK Nordost mit Sitz in Potsdam
Die ikk gesund plus in Magdeburg erklärt den Genehmigungsverzicht für kassenzahnärztliche Verordnungen außerhalb des Regelfalls für die Indikationsgruppen ZNSZ (Fehlfunktionen bei angeborenen cranio- und orofazialen Fehlbildungen und Fehlfunktionen bei Störungen des ZNS) und LYZ2 (Chronische Lymphabflussstörungen im Mund- und Kieferbereich einschl. der ableitenden Lymphbahnen im Halsbereich mit prognostisch länger andauerndem Behandlungsbedarf). Alle weiteren Verordnungen außerhalb des Regelfalls sind genehmigungspflichtig.

Ein Muster der Zahnarztverordnung mit Ausfüllhinweise erhalten Sie über die Homepage www.vpt.de.