DAK Gesundheit setzt Kürzungen wegen Fristüberschreitung zunächst wieder aus

Wie wir am 07.06 berichtet haben, hatte die DAK Gesundheit die Berufsverbände darüber informiert, dass sie Rezepte absetzen werde, wenn die rahmenvertraglich abgesicherten Unterbrechungstatbestände wegen

einer therapeutisch indizierten Behandlungsunterbrechung in Abstimmung mit dem verordnenden Arzt (Kürzel „T“),
Krankheit des Patienten/Therapeuten (Kürzel „K“) sowie
Ferien bzw. Urlaub des Patienten/Therapeuten (Kürzel „F“)

um mehr als 28 Tage überschritten werden.

VPT, IFK und ZVK haben daraufhin gemeinsam gegen diese einseitige Vertragsauslegung protestiert, da dieses Vorgehen gegen die Regelungen des Rahmenvertrags verstößt. Heute hat die DAK Gesundheit reagiert und mitgeteilt, dass sie die Rechnungskürzungen bis zum 31. Juli 2016 aussetzen werde. Absetzungen, die bereits erfolgt sind, werden durch die DAK zurückgenommen, sofern sich die betroffenen Praxisinhaber mit Hinweis auf die verspätete Kasseninformation bei der DAK melden, was wir unbedingt jedem empfehlen.

Die DAK hat weiterhin mitgeteilt, dass sie keine Absetzungen vornehmen werde, soweit bei den Kennzeichen T und K eine Absprache zur Unterbrechung oder Wiederaufnahme der Therapie mit dem behandelnden Arzt vorgenommen und diese dokumentiert wurde.

Es bleibt zu hoffen, dass die DAK ihre Auffassung, den geltenden Rahmenvertrag einseitig zu ändern, noch einmal überdenkt. Nach übereinstimmender Meinung der Verbände ist diese Auslegung nämlich nicht vertragskonform.