DAK Gesundheit begrenzt Unterbrechungsfristen

Die DAK Gesundheit hat die Berufsverbände darüber informiert, dass sie die im Rahmenvertrag mit den Ersatzkassen
unter § 16 Ziffer 4 b) verankerten Unterbrechungstatbestände einseitig begrenzen will. Hierbei handelt es sich um

– eine therapeutisch indizierte Behandlungsunterbrechung in Abstimmung mit dem verordnenden Arzt (Kürzel “T”),
– Krankheit des Patienten/Therapeuten (Kürzel “K”) sowie
– Ferien bzw. Urlaub des Patienten/Therapeuten (Kürzel “F”).

Die DAK Gesundheit beabsichtig, diese Ausnahmeregelungen auf maximal 28 Tage zu limitieren, ohne dass sie zuvor hierüber mit den Berufsverbänden verhandelt hätte. Der VPT hat heute in einem gemeinsamen Schreiben mit IFK und ZVK der DAK Gesundheit seinen deutlichen Unmut über diesen Alleingang mitgeteilt. Nach Auffassung der physiotherapeutischen Verbände verstößt die DAK Gesundheit gegen geltendes Recht, wenn sie Fristen einführt, die so im Rahmenvertrag nicht vorgesehen sind.

Die DAK Gesundheit wurde daher heute aufgefordert, diese Rechnungsprüfungen und damit verbundene Absetzungen sofort auszusetzen und den rahmenvertraglich vorgesehenen Weg für Vertragsanpassungen einzuschlagen.