Behandlungsunterbrechungsfristen Vertragsgebiet Bremen, Bremerhaven, Niedersachsen

Wird die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen verliert die Verordnung lt. Heilmittelrichtlinie § 16 (3) ihre Gültigkeit mit folgenden Ausnahmen:

Primärkassen (AOK, BKK, IKK classic, Knappschaft) Niedersachsen
• bei therapeutisch indizierter Behandlungsunterbrechung in Abstimmung mit dem verordneten Arzt (T), maximal 19 Kalendertage
• Krankheit des Patienten / Therapeuten (K) maximal 19 Kalendertage
• Urlaub des Patienten / Therapeuten (F) maximal 19 Kalendertage nur bei längerfristigen Verordnungen

vdek (BARMER GEK, DAK-Gesundheit, Techniker Krankenkasse (TK), Kaufmännische Krankenkasse – KKH, HEK – Hanseatische Krankenkasse):
• bei therapeutisch indizierter Behandlungsunterbrechung in Abstimmung mit dem verordneten Arzt (T),
• Krankheit des Patienten / Therapeuten (K)
• Urlaub des Patienten / Therapeuten (F)
keine zeitliche Begrenzung lt. Rahmenvertrag. Sollte aber trotzdem aus therapeutischer Sicht nach 4 – 6 Wochen abgebrochen werden und bei der DAK vorsichtshalber maximal 28 Kalendertage Unterbrechung.

LKK (Landwirtschaftliche Krankenkasse (LKK), Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)
• s. vdek

Primärkassen (AOK, BKK, IKK zugleich für die KK Gartenbau/handelnd als LV für die landwirtschaftliche Krankenversicherung Bremen) Bremen/Bremerhaven
• s. vdek

Wichtig bei allen Kassen: Der zugelassene Leistungserbringer begründet die Überschreitung der Zeitintervalle mit den vorgenannten Buchstaben (T, K, F) unter Hinzufügung des Datums und des Handzeichens auf dem Verordnungsblatt (unten links auf der Rückseite der VO)

Sollte die Frequenz aus o.g. Gründen nicht eingehalten werden können, bitte wie vor genannt verfahren.

Bei allen Krankenkassen:
Sofern der Vertragsarzt auf dem Verordnungsblatt keine Angabe zum spätesten Behandlungsbeginn gemacht hat, ist die Behandlung innerhalb von 14 Tagen nach Ausstellung der Verordnung zu beginnen.